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Das Gute wächst so nah
Das Gute wächst so nah

Die meisten Schweizer legen Wert auf saisongerechte Produkte. Das Problem: Nur eine Minderheit weiss, wann welches Gemüse oder welche Frucht Saison hat. Saisongemüse und viel saisonales Obst sind in der Schweiz zudem ganzjährig erhältlich. Wenn Sie nach den Saisontabellen kochen, vermeiden Sie lange Transportwege und den Einsatz von Zusatzstoffen zur Haltbarmachung. Dazu schonen Sie Ihr Portemonnaie.

Erdbeeren aus Chile, Kefen aus Kenia oder Spargeln aus Mexiko – es kann schon verwirren, wenn man im Überangebot des Supermarkts jahraus, jahrein dasselbe Gemüse und die gleichen Früchte in den Regalen liegen sieht. Die meisten Leute wissen so gar nicht mehr, welche Früchte- und Gemüsesorten in welcher Jahreszeit hierzulande reif sind. Für unsere Grosseltern dagegen waren saisonale Produkte eine Selbstverständlichkeit. Sie wussten noch, dass der Nüsslisalat kühle Temperaturen liebt und der Rosenkohl ein besonderes Aroma erhält, wenn er eine frostige Nacht hinter sich hat.

 

Vieles spricht für saisongerechte und regionale Produkte

Inzwischen ist es so, dass manche Frucht durch lange Transportwege und zu frühes Ernten an Qualität einbüsst. Eine fragwürdige Alternative ist auch das Gemüse, das im nahen Ausland im beheizten Treibhaus gezogen wurde: Zum CO2-Faktor des Transports kommt die enorme Energiemenge, die ein Treibhaus im Winter verschlingt.

 

Es spricht also vieles dafür, frische, saisongerechte und regionale Produkte zu essen. Die Natur bietet auch auf Schweizer Boden und an der frischen Luft eine reiche Auswahl an schmackhaften, vitamin- und mineralstoffreichen sowie kalorienarmen Wintergemüsesorten an. Dazu gehören zum Beispiel Lauch, Chicorée, Randen, Kürbis, Sellerie, Wirsing, Endiviensalat, Weiss- und Rotkabis, Rüebli und Kartoffeln. Bekannt sind saisonale Gemüse und Früchte auch als Beilagen zu traditionellen Wintergerichten: Sauerkraut aus Weisskabis zu Rippli oder Schinken, Rotkohl, Kastanien und Äpfel mit Preiselbeerkonfitüre zu Wildgerichten. Weiss- oder Rotkohl schmeckt roh geraffelt auch als Salat wunderbar – und liefert erst noch wichtige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe.

 

Holen Sie sich Inspiration auf dem Wochenmarkt!

Es lohnt sich auch, über den Wochenmarkt zu bummeln und dabei schon fast vergessene Gemüsesorten neu zu entdecken. Der knollenförmige, leicht süss schmeckende Topinambur etwa weist einen hohen Kalzium-, Eisen- und Natriumgehalt auf. Er ist zudem reich an Vitamin A und C. Die stangenförmigen Schwarzwurzeln ihrerseits – auch Winterspargel genannt – enthalten wertvolle Eiweisse, Kohlenhydrate und Mineralien. Vorgekochte Schwarzwurzeln schmecken, in einem Bierteig ausgebacken, übrigens auch Kindern sehr gut. Wie dicke gelbe Rüben sehen die Pastinaken aus: Die süssliche Wurzel kann gebacken, gekocht oder zu Püree verarbeitet werden. Auch der Zuckerhut war einst ein typisches Lagergemüse, das für frischen Salat im Winter sorgte: Der leicht bitter schmeckende Zuckerhut sieht aus wie Lattich und schmeckt ähnlich wie Endiviensalat und Chicorée.

 

Was die Früchte betrifft, fällt die Ausbeute von einheimischen Produkten schmaler aus. Traditionell gehören Äpfel, Birnen, Trauben und Quitten zu den fruchtigen Herbstgenüssen. Die an Vitamin C sehr reiche einheimische Hagebutte zählt ebenfalls dazu. Wer daraus Konfitüre oder Chutney kocht, kann aus einem natürlichen Vitamin-C-Vorrat schöpfen.

 

Saisontabelle
Nur eine Minderheit weiss, wann welches Gemüse oder welche Frucht Saison hat. Der Saisonkalender zeigt auf einen Blick, welche Gemüse, welche Früchte oder welche Salate in der Schweiz Saison haben.

 

Umweltgerechter Einkauf
Ein umweltgerechter Einkauf ist immer ein saisongerechter Einkauf. Für ein Kilo Schweizer Freiland-Bohnen braucht es etwa 0,1 Liter Erdöl, bis sie im Laden sind. Wenn die Bohnen aus Kenia eingeflogen werden, stecken im Schnitt 4,8 Liter Erdöl pro Kilo drin. Ähnlich verhält es sich mit den meisten Früchten und Gemüsen.

 

Tipps für einen saisonalen Einkauf:

·         Direkt auf dem Bauernhof: www.vomhof.ch
Vom Hof ist die Direktvermarktungs-Plattform für Angebote und Dienstleistungen der Schweizer Bauern.

·         Im Online Shop «Buur on Tour»: www.buurontour.ch
Buur on Tour ist der Hauslieferdienst vom Bauer aus Ihrer Region.

·         Auf dem Bauernmarkt/Wochenmarkt:
http://landwirtschaft.ag/Regional-Saisonal/Aargauer-Produkte

·         Beim Detailhändler: Auf Herkunft achten!